Flipper → Williams

Williams · 1979

Laser Ball

Laser Ball, Backglas

Der Laser Ball kam 1979 fast zeitgleich mit dem Gorgar auf den Markt. Leider wurde er noch ohne Sprachmodul gebaut. Anscheinend war selbst Williams überrascht vom Erfolg der Gorgar, so dass für den Laserball eine Sprachausgabe nicht geplant war. So ist der Laser Ball dann auch der letzte Serienflipper ohne Sprachausgabe und System 6 Technik.

Ursprünglich war das Gerät unter dem Namen Williams Lanes als Flipper mit Bowling-Thematik geplant. Kurzfristig entschied man sich jedoch um und änderte das gesamte Design hin zu einem damals extrem populären Sci-Fi- und Weltraum-Thema. Mitchell fand die Idee eines Bowling-Pins mäßig spannend, überredete die Chefs zu einem futuristischen Sci-Fi-Thema und zeichnete stattdessen die ikonische Weltraum-Frau. Da das Spielfeld-Layout (die Holzplatte mit den gefrästen Löchern) zu diesem Zeitpunkt aber längst fertig war, blieb ein unübersehbarer Beweis zurück: Die 10 Stern-Rollover-Kontakte im oberen Bereich des Spielfelds sind exakt wie Bowlingpins angeordnet. Aus den Bowlingkugeln wurden im finalen Design einfach die „Laser Bälle“. Im Zentrum des Designs steht eine Frau im futuristischen Outfit, die Laserbälle verschießt. Ein besonderes optisches Highlight auf dem Spielfeld ist die Spinner-Baugruppe: Sie zeigt zwei versetzte Grafiken, was beim Drehen einen Daumenkino-Effekt erzeugt.

Der Flipper gehört zur Ära des “Old-School-Pinballs” – es gibt weder Rampen noch Multiball-Funktionen, dafür ist das Spielfeld mit klassischen Elementen dicht bestückt:
Drei Flipperfinger, neben den beiden unteren Fingern besitzt das Gerät einen dritten Flipperfinger auf der oberen rechten Seite.
Der Flipper verfügt über insgesamt drei Drop-Target-Bänke (eine 4er-, eine 3er- und eine 2er-Bank) sowie Kickback-Gassen auf beiden Seiten. Um das Wort “LASER” zu vervollständigen, müssen die drei Targets nahe des oberen rechten Flipperfingers getroffen werden. Dies gilt aufgrund der kurzen Distanz als riskanter Schuss.
Über das gesamte obere Spielfeld sind 10 Stern-Rollover (Star Rollovers) verteilt. Besonders die gelben Rollover treiben den Bonus-Multiplikator massiv in die Höhe

Nach Contact, Pokerino und Stellar Wars war der Laser Ball der viere und letzte überbreite Widebody Flipper von Williams. Mit 4500 Exemplaren wurde er durchaus gut verkauft. Trotzdem stellte Williams in der Folge fast nur noch Standartflipper her, ehe man Ende der 80er Jahre mit den “Superpins” doch noch einmal, wenn auch zaghaft, in die Breite ging.

Wie bei allen Widebodies wird das Spiel durch die langen Kugelwege etwas verlangsamt. Dem hat Willams versucht entgegenzuwirken, in dem man viele verschiedene Features und Ziele auf dem Spielfeld verteilte. Dadurch konzentriert sich der Spieler immer nur auf einen Teilbereich des Spielfeldes, was den Spielfluss wieder schneller machte.

Entworfen wurde der Laser Ball von Barry Oursler, die futuristische Grafik stammt vom Constantino Mitchel. Von ihm stammen auch die Grafik für Klassiker wie Flash, Firepower, Blackout oder Gorgar.

Laser Ball, Backglas
Backglas · Zoom
Laser Ball, Spielfeld
Spielfeld · Zoom
Laser Ball, Maschine
Maschine · Zoom